Bewegungsmelder fürs Licht: PIR-Sensoren und Wandleuchten mit Sensor ohne Smart Home

Licht, das angeht, wenn Sie kommen, und wieder ausgeht, wenn Sie weg sind — ohne App, Hub oder WLAN. Hier erklären wir, wie ein PIR-Sensor funktioniert, was Maximallast in Watt, Erfassungswinkel und Schutzart bedeuten und wann die Elektrofachkraft ran muss — mit Zahlen aus 15 Produkten von V-Tac und Spectrum in unserem Sortiment, bei denen der Bewegungsmelder fester Bestandteil des Produkts ist: sechs separate PIR-Sensoren und neun Leuchten mit Sensor. Die Solarleuchten mit Sensor der beiden Marken sind nicht mitgezählt — dazu gibt es einen eigenen Ratgeber.

· Geschrieben von unseren Lichtexperten

Kurze Antwort: Ein Bewegungsmelder fürs Licht ist meist ein PIR-Sensor (passiv infrarot): Er misst die Infrarotwärme in seinem Erfassungsbereich und schaltet das Licht ein, wenn sich Wärme hindurchbewegt — meist über ein eingebautes Relais, das die Netzspannung zur Leuchte ein- und ausschaltet, sodass das Licht nur brennt, wenn es gebraucht wird. Sie können entweder einen separaten Sensor vor die vorhandene Leuchte setzen (fünf unserer sechs V-Tac-Sensoren sind mit einer Maximallast von 300, 400 oder 600 W angegeben) oder eine Leuchte mit integriertem Sensor wählen: V-Tacs Wandleuchten mit E27- oder GU10-Fassung oder Spectrums Leuchten, die stattdessen mit eigenem Lumen- und Wattwert angegeben sind. Prüfen Sie Maximallast, Erfassungswinkel (180° oder 240°) und Schutzart (IP44, IP54 oder IP65) — und denken Sie daran, dass die feste Installation im Außenbereich Sache einer Elektrofachkraft ist.

Die Kurzfassung
  • PIR heißt passiv infrarot. Der Sensor sendet nichts aus; er sieht Wärme, die sich durch ein facettiertes Linsenfenster bewegt, und filtert langsame Änderungen heraus. Deshalb reagiert er am deutlichsten auf Bewegung quer zum Erfassungsbereich.
  • Separat oder integriert? Ein separater Sensor steuert die vorhandene Leuchte und hat eine Maximallast: 300 W (zwei Modelle), 400 W (zwei) oder 600 W (eines) — der sechste nennt keinen Wert. Eine Leuchte mit integriertem Sensor wird wie eine normale Leuchte montiert: fünf V-Tac-Ausführungen mit E27- oder GU10-Fassung, bei denen Sie das Leuchtmittel selbst wählen, und vier Spectrum-Leuchten mit eigenem Lumen- und Wattwert.
  • Winkel und Reichweite. Fünf der separaten Sensoren erfassen 180°, das IP65-Modell 240°. Die Reichweite in Metern nennt keines der Datenblätter — übliche PIR-Sensoren reichen etwa 10 Meter.
  • Die Schutzart folgt dem Ort. IP44 ist spritzwassergeschützt und findet sich bei fünf der separaten Sensoren und allen fünf V-Tac-Leuchten; IP65 beim Sensor mit 240° ist staubdicht und strahlwassergeschützt; Spectrums vier Leuchten haben IP54. Drei der separaten Sensoren sind für −25 bis +50 °C angegeben.
  • Dämmerungsschwelle und Nachlaufzeit stehen nicht in den Daten. Keines der 15 Produkte nennt, wie dunkel es sein muss, bevor das Licht angeht, oder wie lange es danach brennt; zwei der Produktfotos zeigen Regler mit der Aufschrift LUX und TIME.
  • Außen ist Arbeit für die Fachkraft. Leuchten, Schalter und Steckdosen fest im Außenbereich zu installieren, gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.
Carport in der Dämmerung: Eine eingeschaltete Wandleuchte wirft warmes Licht an einer gelben Klinkerwand herab, ein Fahrrad steht auf dem Kies unter dem Dach, dahinter leuchten die Fenster des Hauses
Der Carport ist der klassische Ort für einen Bewegungsmelder: Das Licht soll nur brennen, solange jemand da ist. Das Bild zeigt den Ort — der Sensor sitzt entweder als kleines Gehäuse an der Wand oder integriert in der Leuchte.

So funktioniert ein PIR-Sensor

PIR steht für passive infrared, passiv infrarot. Das Wort »passiv« ist der Schlüssel: Der Sensor sendet nichts aus — kein Radar, keinen Schall —, er misst nur die Infrarot-Wärmestrahlung, die alles in seinem Erfassungsbereich abgibt. Hinter dem geriffelten Kunststofffenster sitzt ein kleiner Detektor, und das Fenster selbst ist mit vielen kleinen Facetten geformt, jede eine kleine Fresnel-Linse, die die Wärme aus ihrer Richtung auf den Detektor bündelt. Geht jemand vorbei, steigt die Temperatur an diesem Punkt von Wand- oder Raumtemperatur auf Körpertemperatur und fällt wieder, wenn die Person weg ist. Weil die Person von einer Facette zur nächsten wandert, sieht der Detektor abwechselnd Wärme und keine Wärme — ein schnell wechselndes Signal, auf das die Elektronik reagiert. Langsame Änderungen, etwa eine Wand, die von der Sonne erwärmt wird, werden herausgefiltert. So beschreibt der englische Wikipedia-Artikel über PIR-Sensoren das Prinzip, und das erklärt das meiste von dem, was ein Sensor kann und nicht kann.

Wird der Sensor fürs Licht genutzt, steuert die Elektronik meist ein eingebautes Relais, das die Netzspannung ein- und ausschaltet — der Sensor ist also ein Schalter, der durch Wärme in Bewegung betätigt wird. Genau darum geht es: Das Licht brennt nur, wenn es gebraucht wird, und niemand muss ans Ausschalten denken. Deshalb braucht er auch keine App und keinen Hub — alles passiert im kleinen Gehäuse an der Wand. Soll der Sensor mit dem übrigen Zuhause kommunizieren, ist das eine andere Produktart, zu der wir am Ende des Ratgebers kommen.

Übliche PIR-Sensoren haben laut derselben Quelle eine effektive Reichweite von etwa 10 Metern und einen Erfassungsbereich unter 180°; Modelle mit breiterem Bereich, bis 360°, gibt es meist für die Deckenmontage. Unsere sechs separaten Sensoren liegen am breiten Ende: fünf mit 180° und einer mit 240°. Mehr dazu unter Erfassungswinkel.

Separater Sensor oder Leuchte mit integriertem Sensor?

Es gibt zwei Wege zu Licht auf Bewegung ohne Smart Home, und sie decken jeweils einen eigenen Bedarf.

Der separate Sensor ist ein kleines Gehäuse — unsere sechs von V-Tac sind alle PIR —, das vor der vorhandenen Leuchte in die Lichtinstallation eingebunden wird. Die Produkttexte von vier davon sagen es klar: Der Sensor schaltet angeschlossene LED-Leuchten und -Lampen automatisch ein. Der Vorteil: Sie behalten die Leuchte und können einen Sensor vor mehrere Leuchten setzen; der Nachteil: Die Installation muss geändert werden, und der Sensor hat eine Obergrenze dafür, wie viel Licht er schalten darf — die Maximallast.

Die Leuchte mit integriertem Sensor ist die einfache Lösung: Der Sensor sitzt in oder unter der Leuchte, und die Leuchte wird wie jede andere angeschlossen. Unsere neun teilen sich in zwei Arten. Fünf sind von V-Tac mit austauschbarem Leuchtmittel — zwei mit E27-, drei mit GU10-Fassung —, sodass Sie die Lichtquelle selbst wählen; drei davon werden ausdrücklich ohne Leuchtmittel geliefert, während die Produktdaten der beiden anderen (die Glasleuchte mit Licht in zwei Richtungen und die Auf/Ab-Leuchte, beide aus Edelstahl mit GU10) nicht sagen, ob ein Leuchtmittel dabei ist. Alle fünf haben IP44 und werden im Text als Leuchten für Fassade, Eingang und Terrasse beschrieben. Vier sind von Spectrum. Deren Produktdaten nennen keine Fassung, dafür aber das Licht der Leuchte selbst: zwei runde NYMPHEA-PROXI-Deckenleuchten mit 18 W und 1.600 Lumen (warm- oder neutralweiß) und zwei TECHNIC-Wandleuchten mit 20 W und 2.100 Lumen (oval oder rund), alle IP54. Spectrum nennt den Sensor im Namen PIR; V-Tacs fünf Leuchten sprechen nur von Bewegungsmelder, der Sensortyp steht also nicht in deren Daten.

Die Maximallast in Watt: der Wert, den Sie zuerst prüfen

Der erste Wert, den Sie bei einem separaten Sensor suchen, ist die Maximallast: wie viele Watt Licht der Sensor schalten darf. Drei Namen unserer V-Tac-Sensoren schreiben ausdrücklich »LED« hinter die Wattzahl; beim schwarzen Außenmodell und beim IP65-Modell steht die Zahl allein im Produkttext (300W und 600W), und die Namen der drei Außenmodelle nennen sie LED-kompatibel. So verteilen sich die sechs:

Unsere sechs separaten PIR-Sensoren (unsere Produktdaten, Herbst 2026)
SensorMaximallastWinkelSchutzartGehäuse
Weißer PIR-Sensor mit manueller Übersteuerung300 W LED180°IP44PC-Kunststoff, −25 bis +50 °C
PIR-Wandmelder mit beweglichem Kopf400 W LED180°IP44PC-Kunststoff, −25 bis +50 °C
PIR-Wandmelder mit beweglichem Kopf, schwarz400 W LED180°IP44PC-Kunststoff, −25 bis +50 °C
Bewegungsmelder, schwarz, außen300 W180°IP44ABS-Kunststoff, 230 V
Bewegungsmelder, weiß, außennicht angegeben180°IP44ABS-Kunststoff, 230 V
Bewegungsmelder, weiß, einstellbarer Winkel600 W240°IP65ABS-Kunststoff, 230 V

Was bedeuten 300 W in der Praxis? Rechnen Sie mit der Leistung der LED-Leuchten: Spectrums TECHNIC-Wandleuchte verbraucht 20 W, ein Sensor mit 300 W könnte also — rein rechnerisch — 15 davon schalten. Bei LED-Leistungen in dieser Größenordnung braucht es viele Leuchten, bevor die Grenze in Sicht kommt. Prüfen Sie den Wert trotzdem, wenn der Sensor mehrere Leuchten gleichzeitig schalten soll: Addieren Sie deren Watt und bleiben Sie unter dem Wert des Sensors. Und beachten Sie, dass das weiße Außenmodell in seinen Daten keine Maximallast nennt — das schwarze Schwestermodell (300 W) tut es, bei sonst gleichem Winkel, gleicher Schutzart, gleichem Gehäuse und gleichen Maßen (98 × 87 mm).

Ein Wort im Namen verdient eine Warnung: Das weiße 300-W-Modell heißt »mit manueller Übersteuerung«, der Produkttext erklärt aber nicht, was damit gemeint ist. Fragen Sie uns, bevor Sie mit einer bestimmten Funktion rechnen.

Erfassungswinkel, Reichweite und beweglicher Kopf

Der Erfassungswinkel sagt, wie breit der Sensor sieht. Fünf unserer sechs separaten Sensoren sind mit 180° angegeben — sie sehen also, was vor der Wand passiert, aber nichts dahinter —, das IP65-Modell mit 240°, das mehr als den Halbkreis vor einer flachen Wand abdeckt. Bei den zwei Wandmeldern mit beweglichem Kopf (einer davon in Schwarz) können Sie den Sensorkopf selbst drehen, sodass Sie die Erfassung selbst bestimmen, wie es im Text zu einem davon heißt; das IP65-Modell trägt den einstellbaren Winkel im Namen.

Die Reichweite in Metern nennt keiner der sechs Produkttexte, und dasselbe gilt für die Leuchten: Keine der neun gibt an, wie weit der Sensor reicht. Spectrums 120° Abstrahlwinkel steht in den Produktdaten zusammen mit Lumen und Watt, und wir lesen das als Abstrahlwinkel des Lichts, nicht als Erfassungswinkel des Sensors. Rechnen Sie mit den für PIR-Sensoren typischen etwa 10 Metern und testen Sie vor Ort, bevor Sie bohren — das ist günstiger als Raten.

Dämmerungsschwelle und Nachlaufzeit — was steht in den Daten?

Das Licht soll möglichst nur angehen, wenn es gebraucht wird — also wenn es dunkel ist, und nur so lange, wie jemand da ist. Das wirft zwei Fragen auf: Wie dunkel muss es sein, und wie lange soll das Licht brennen? Keines der 15 Produkte in diesem Ratgeber nennt Zahlen dazu. Wir haben Name, Kurzbeschreibung und Produktbeschreibung aller 15 durchgesehen: keine Angaben zu Lux, Sekunden, Minuten, Nachlaufzeit, Verzögerung oder Dämmerung.

Warum ist die Dämmerungsschwelle wichtig? Lux ist die Einheit für das Licht, das auf eine Fläche fällt, und die Skala ist steil. Laut dem englischen Wikipedia-Artikel über Lux bringt ein bedeckter Tag etwa 1.000 Lux, Sonnenuntergang an einem klaren Tag etwa 400, ein sehr dunkler bedeckter Tag 100, die dunkle Grenze der bürgerlichen Dämmerung 3,4 Lux und Vollmond in klarer Nacht 0,05–0,3 Lux. Eine Schwelle von beispielsweise 50 Lux liegt also unter selbst einem sehr dunklen bedeckten Tag und weit über dem Mondlicht. Je höher die Schwelle eingestellt ist, desto früher am Nachmittag geht das Licht an.

Auf zwei Produktfotos sehen Sie, dass die Regler vorhanden sind, auch wenn die Zahlen nicht im Text stehen: Am weißen 300-W-Modell sitzt unter der Linse ein Drehregler mit der Aufschrift LUX und einem Sonnensymbol, und am Wandmelder mit beweglichem Kopf sitzt oben ein Regler mit der Aufschrift TIME mit Stufen wie 10S, 30S, 90S und 3min. Was die einzelnen Stufen bedeuten, sagen die Produkttexte nicht — fragen Sie uns, wenn genau diese Werte für Sie entscheidend sind.

IP44, IP54 oder IP65 — und Frost

Der IP-Code besteht aus zwei Ziffern. Die erste steht für den Schutz gegen Fremdkörper und Staub: 4 bedeutet, dass Fremdkörper über 1 mm draußen bleiben (Drähte, dünne Schrauben, große Ameisen, wie der englische Wikipedia-Artikel zum IP-Code aufzählt), 5 ist staubgeschützt, 6 staubdicht. Die zweite Ziffer betrifft Wasser: 4 bedeutet, dass Spritzwasser aus allen Richtungen dem Gehäuse nicht schadet, 5 übersteht Strahlwasser aus einer 6,3-mm-Düse und 6 starkes Strahlwasser aus einer 12,5-mm-Düse. So lesen Sie die 15 Produkte in diesem Ratgeber:

  • IP44 haben fünf der sechs separaten Sensoren und alle fünf V-Tac-Leuchten mit Fassung. Wir empfehlen sie für geschützte Stellen — unter dem Dachüberstand, im Carport, an einer überdachten Fassade —, gerade weil sie gegen Spritzwasser und nicht gegen Strahlwasser geprüft sind. Zwei der fünf IP44-Sensoren tragen »außen« im Namen (das schwarze und das weiße Außenmodell); die drei anderen nicht.
  • IP54 haben Spectrums vier Leuchten: staubgeschützt und spritzwassergeschützt. Zwei der Produkttexte verorten sie in Flur, Keller und Hauswirtschaftsraum (die Deckenleuchte in Neutralweiß) und in Eingang, Hauswirtschaftsraum und Carport (die ovale Wandleuchte).
  • IP65 hat der V-Tac-Sensor mit 240°: staubdicht und strahlwassergeschützt. Er ist der einzige der 15 mit IP65.

Auch die Temperatur zählt, wenn der Sensor im Winter draußen sitzt: Die drei Sensoren aus PC-Kunststoff (das weiße 300-W-Modell und die zwei mit beweglichem Kopf) sind für −25 bis +50 °C angegeben, Spectrums vier Leuchten für −20 bis +40 °C. Für die drei Sensoren aus ABS-Kunststoff und die fünf V-Tac-Leuchten nennen die Produktdaten keine Betriebstemperatur.

Wohin der Sensor zeigen sollte — und wohin nicht

Ein PIR-Sensor ist nur so gut wie die Stelle, auf die er zeigt. Vier Tipps beruhen alle auf dem englischen Wikipedia-Artikel über PIR-Sensoren — die ersten beiden stehen dort wörtlich, die letzten beiden folgen aus der Beschreibung der Facettenlinse und dem Abschnitt über Haustiere:

  • Nicht durchs Fenster schauen lassen. Infrarot-Wärmestrahlung dringt schlecht durch Glas, eine Person auf der anderen Seite der Scheibe wird also nicht erkannt — eine starke Wärmequelle wie die Sonne oder Autoscheinwerfer kann den Sensor durchs Glas aber überlasten und das Licht grundlos einschalten.
  • Weg von warmer und kalter Luft. Bläst ein Lüftungsgitter warme oder kalte Luft direkt auf das Kunststofffenster des Sensors, kann der Temperaturwechsel im Kunststoff selbst genügen, um ihn auszulösen.
  • Quer denken. Der Sensor reagiert am deutlichsten auf Wärme, die von Facette zu Facette wandert, also auf Bewegung quer zum Erfassungsbereich. Setzen Sie ihn so, dass Einfahrt oder Weg den Bereich kreuzen, statt direkt auf ihn zuzulaufen.
  • Haustiere. Viele Sensoren sind darauf ausgelegt, Haustiere zu ignorieren — mit einer höheren Empfindlichkeitsschwelle oder indem der Boden außerhalb des Fokus bleibt. Ob unsere das tun, sagen die Produktdaten nicht.

Montagehöhe, Ausrichtung weg von der Straße und eine Nachlaufzeit von 1–5 Minuten haben wir bereits im Ratgeber zur Außenbeleuchtung beschrieben, der auch den Unterschied zwischen Bewegungsmelder und Dämmerungsschalter erklärt.

Innen: Flur, Keller, Hauswirtschaftsraum und Carport

Bewegungsmelder sind nicht nur etwas für draußen. Spectrums vier Leuchten mit integriertem PIR-Sensor sind für Räume gedacht, in denen man die Hände voll hat oder nur durchgeht: Die Deckenleuchte NYMPHEA PROXI wird für Flur, Keller und Hauswirtschaftsraum beschrieben (die neutralweiße Ausführung) und als Leuchte, die angeht, wenn Sie hereinkommen (die warmweiße Ausführung), und die ovale TECHNIC-Wandleuchte für Eingang, Hauswirtschaftsraum und Carport. Alle vier geben ihr Licht selbst an — 18 W und 1.600 Lumen bei den Deckenleuchten, 20 W und 2.100 Lumen bei den Wandleuchten, RA80 und 120° Abstrahlwinkel — und haben IP54, Schutzklasse II und eine erwartete Lebensdauer L80 von 17.000 in den Produktdaten (die Einheit ist nicht angegeben). Die TECHNIC-Modelle sind zudem IK07, was der Text mit spritzwasser- und stoßfest übersetzt. Die Deckenleuchten messen Ø 300 × 60 mm; die ovale Wandleuchte 270 × 145 × 75 mm und die runde Ø 220 × 60 mm. Zur Lichtfarbe: Die Deckenleuchten gibt es in Warmweiß und Neutralweiß; die ovale Wandleuchte leuchtet neutralweiß mit 4000 K, die runde neutralweiß ohne Kelvinangabe in den Daten. Wie viele Lumen der Raum braucht, rechnen Sie im Lumen-Ratgeber aus.

Was dürfen Sie selbst installieren?

In Deutschland gehören Arbeiten an der festen 230-V-Installation in die Hände einer Elektrofachkraft bzw. eines eingetragenen Elektroinstallationsbetriebs, der nach DIN VDE 0100 arbeitet. Für Laien gilt deshalb vereinfacht:

  • Selbst machen können Sie alles, was ohne Eingriff in die feste Installation auskommt: Leuchtmittel wechseln, Leuchten mit Stecker aufstellen und einstecken.
  • Sache der Fachkraft sind neue Leitungen, neue Steckdosen und Schalter, der Tausch eines Schalters gegen einen Bewegungsmelder und jede andere Änderung an der festen Installation.
  • Im Außenbereich gilt das erst recht: Fest installierte Leuchten, Schalter und Steckdosen außen gehören in Fachhände. Hat die Elektrofachkraft im Carport eine Steckdose gesetzt, können Sie dort natürlich eine Leuchte mit Stecker anschließen.

Für Sensoren bedeutet das: Ein separater Sensor in einer Außeninstallation und eine Außenwandleuchte mit Sensor sind Aufgabe der Elektrofachkraft — das gilt für alle fünf V-Tac-Leuchten für Fassade, Eingang und Terrasse und für die separaten Sensoren, wenn sie außen montiert werden. Auch innen, im Flur oder Hauswirtschaftsraum, sollte eine Fachkraft die Leuchte mit Sensor am Deckenauslass anschließen.

So wählen Sie: fünf Checks

  1. Separater Sensor oder Leuchte? Haben Sie eine Leuchte, die Sie behalten möchten, und kommt die Elektrofachkraft ohnehin vorbei: separater Sensor. Soll an der Installation außer der Leuchte nichts geändert werden: Leuchte mit integriertem Sensor.
  2. Maximallast. Addieren Sie die Wattzahlen der Leuchten, die der Sensor schalten soll, und bleiben Sie unter seinem Wert: 300, 400 oder 600 W.
  3. Winkel und Ausrichtung. 180° vor einer flachen Wand; 240°, wo der Sensor mehr als den Halbkreis abdecken soll. Beweglicher Kopf oder einstellbarer Winkel, wenn Sie ihn nachträglich ausrichten möchten.
  4. Schutzart und Temperatur. IP44 an geschützten Stellen, IP65, wo der Regen direkt hinkommt. Prüfen Sie die Betriebstemperatur, wenn der Sensor im Winter frei sitzt: −25 °C sind bei drei der separaten angegeben.
  5. Lichtquelle. Wählen Sie eine V-Tac-Leuchte mit Fassung, denken Sie an das Leuchtmittel (E27 oder GU10); drei der fünf werden ohne geliefert. Spectrums vier haben in den Produktdaten keine Fassung; sie sind mit eigenem Lumen- und Wattwert angegeben. Keines der 15 Produkte ist als dimmbar hinterlegt — fünf tragen ausdrücklich »Dimmbar: Nein« in den Daten, die übrigen nennen nichts.

Acht Produkte aus dem Sortiment

Vom kleinen separaten Sensor bis zur fertigen Leuchte mit Sensor — acht Produkte, die die Spanne bei Maximallast, Winkel, Schutzart und Fassung zeigen:

Die 15 Produkte in diesem Ratgeber sind von V-Tac (11) und Spectrum (4): Die sechs separaten Sensoren und die fünf Leuchten mit Fassung finden Sie auf der Markenseite von V-Tac, die vier Spectrum-Leuchten auf der Markenseite von Spectrum. Die Wandleuchten stehen außerdem bei den Außenleuchten, die Deckenleuchten bei den Deckenleuchten.

Den Sensor doch aufs Smartphone?

Keines der 15 Produkte nennt App, Hub, WLAN, Zigbee oder Bluetooth in seinen Produktdaten, und die Elektronik in einem PIR-Sensor fürs Licht steuert laut dem englischen Wikipedia-Artikel ein Relais im Gerät selbst. Möchten Sie eine Nachricht aufs Smartphone, den Sensor mit Leuchten in anderen Räumen verknüpfen oder ihn in eine Automation einbinden, ist das eine andere Produktgruppe und ein anderer Ratgeber. Zwei Beispiele aus unserem eigenen Sortiment zeigen den Unterschied. Der Aqara Motion and Light Sensor P2 unterstützt laut Produkttext Matter über Thread und hat einen integrierten Lichtsensor, der von 0 bis 1500 Lux misst; der Text nennt einen Erfassungswinkel von 170°, eine Reichweite bis 7 Meter (über die Aqara-Home-App auf 10 Meter erweiterbar) und zwei CR2450-Batterien mit bis zu 2 Jahren Laufzeit — und erwähnt kein Relais. Der HPS1-RF von Miboxer ist kein PIR, sondern 24-GHz-Radar: Er erfasst laut Text selbst kleinste Bewegungen wie das Atmen und damit Menschen, die still sitzen, hat ein eingebautes Relais mit maximal 10 A Belastung, einen Erfassungsabstand von 3–8 m, einstellbar per DIP-Schalter, und IP20 für innen. Wie das Miboxer-System zusammenhängt, erklären wir im Miboxer-Ratgeber.

Häufige Fragen zu Bewegungsmeldern

Was ist der Unterschied zwischen einem PIR-Sensor und einem Bewegungsmelder?

PIR ist eine Technik, kein anderes Produkt: ein passiver Infrarotdetektor, der Wärme in Bewegung erkennt und für automatische Beleuchtung genutzt wird. Alle sechs separaten Sensoren in diesem Ratgeber sind PIR, und Spectrum schreibt PIR in den Namen seiner vier Leuchten. V-Tacs fünf Leuchten sprechen nur von Bewegungsmelder, der Typ steht also nicht in deren Daten. Es gibt andere Techniken — der HPS1-RF von Miboxer nutzt 24-GHz-Radar —, sie gehören aber zu den smarten Sensoren.

Wie viele Watt LED kann ein Bewegungsmelder schalten?

Das steht als Maximallast am Sensor. Unsere V-Tac-Sensoren sind mit 300 W (das weiße Modell mit manueller Übersteuerung und das schwarze Außenmodell), 400 W LED (die zwei mit beweglichem Kopf) und 600 W (das IP65-Modell) angegeben; das weiße Außenmodell nennt keinen Wert. Addieren Sie die Watt der Leuchten und bleiben Sie unter dem Wert des Sensors — mit LED-Leuchten wie Spectrums mit 18–20 W ist bis zur Grenze viel Luft.

Kann ein Bewegungsmelder durch Glas sehen?

Nein, praktisch nicht. Die Infrarot-Wärmestrahlung, die der Sensor misst, dringt schlecht durch Glas, eine Person hinter einer Scheibe wird also nicht erkannt. Eine starke Wärmequelle wie die Sonne oder Autoscheinwerfer kann den Sensor durchs Glas aber überlasten und das Licht grundlos einschalten. Setzen Sie ihn deshalb so, dass er nicht durch ein Fenster schaut.

Warum schaltet der Sensor ein, obwohl niemand da ist?

Meist, weil sich etwas anderes Warmes im Erfassungsbereich bewegt oder weil das Kunststofffenster selbst die Temperatur wechselt: Sonne oder Autoscheinwerfer durch Glas, warme oder kalte Luft aus einem Lüftungsgitter direkt auf den Sensor, oder ein Haustier, wenn der Sensor nicht darauf eingestellt ist, es zu ignorieren. Drehen Sie den Sensor weg von Fenster und Luftstrom und senken Sie Dämmerungsschwelle und Empfindlichkeit, falls er diese Einstellungen hat.

Darf ich einen Bewegungsmelder selbst montieren?

Außen: nein. Fest installierte Leuchten, Schalter und Steckdosen im Außenbereich gehören in die Hände einer Elektrofachkraft, und das gilt sowohl für einen separaten Sensor in der Installation als auch für eine Wandleuchte mit Sensor. Auch innen ist der Tausch eines Schalters gegen einen Bewegungsmelder ein Eingriff in die feste Installation — lassen Sie das eine Fachkraft erledigen.

Muss ich für eine Wandleuchte mit Sensor selbst ein Leuchtmittel kaufen?

Bei V-Tacs fünf Wandleuchten mit Fassung: ja, Sie wählen das Leuchtmittel selbst — E27 bei zweien, GU10 bei dreien. Drei der fünf werden ausdrücklich ohne Leuchtmittel geliefert; bei den beiden anderen — der Glas-Wandleuchte mit Licht in zwei Richtungen und der Auf/Ab-Leuchte — sagen die Produktdaten es nicht. Spectrums vier Leuchten haben in ihren Produktdaten keine Fassung; sie sind mit eigenem Lumen- und Wattwert angegeben. Sind Sie unsicher, was dabei ist, fragen Sie uns.

Weiter geht's

Soll der Sensor an einer Außenwandleuchte sitzen und sind Sie unsicher, welche Leuchte es sein soll, finden Sie die Wahl zwischen Leuchtentypen, Schutzarten und Strahlern im Ratgeber zu Außenwandleuchten und Strahlern mit 230 Volt. Platzierung, Montagehöhe und den Unterschied zwischen Sensor und Dämmerungsschalter erklärt der Ratgeber zur Außenbeleuchtung, und soll das Licht ohne 230 V auskommen, ist der Ratgeber zu Solarleuchten die richtige Adresse. Auf der Treppe innen setzen wir den Sensor in LED-Streifen ein: siehe den Treppen-Ratgeber. Die Produkte finden Sie auf den Markenseiten von V-Tac und Spectrum, weitere Ratgeber in unserer Ratgeber-Übersicht.

Maximallast, Winkel und Schutzart im Griff?

Dann finden Sie die sechs separaten PIR-Sensoren und die fünf Wandleuchten mit Sensor und Fassung gesammelt auf der Markenseite von V-Tac — und Spectrums vier Sensorleuchten auf der von Spectrum.

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